Posing-Öle im Vergleich: Die Besonderheiten von Synthol für Wettkampfsportler

Finn Richter
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Posing-Öle im Vergleich: Die Besonderheiten von Synthol für Wettkampfsportler

Posing-Öle im Vergleich: Die Besonderheiten von Synthol für Wettkampfsportler

Posing-Öle sind in der Welt des Bodybuildings und anderer Wettkampfsportarten ein kontrovers diskutiertes Thema. Während einige Athleten sie als unverzichtbares Hilfsmittel für die perfekte Muskeldefinition betrachten, warnen andere vor den möglichen gesundheitlichen Risiken und der Verfälschung des Wettkampfergebnisses. Eines der bekanntesten und umstrittensten Posing-Öle ist Synthol, das in den 1980er Jahren von dem deutschen Bodybuilder Chris Clark entwickelt wurde. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit den Besonderheiten von Synthol für Wettkampfsportler beschäftigen und es mit anderen Posing-Ölen vergleichen.

Was ist Synthol?

Synthol, auch bekannt als „Pump and Pose“ oder „Site Enhancement Oil“, ist eine Mischung aus Öl, Alkohol und lokalem Betäubungsmittel, die direkt in die Muskeln injiziert wird. Es besteht aus 85% MCT-Öl (mittelkettige Triglyceride), 7,5% Lidocain und 7,5% Benzylalkohol. Es wird hauptsächlich von Bodybuildern und anderen Wettkampfsportlern verwendet, um die Muskelmasse und -definition zu verbessern und die Symmetrie des Körpers zu optimieren.

Die Wirkung von Synthol beruht auf der lokalen Schwellung des injizierten Bereichs, die zu einer scheinbaren Vergrößerung der Muskeln führt. Es wird jedoch nicht in das Muskelgewebe aufgenommen und hat daher keine Auswirkungen auf die tatsächliche Muskelmasse. Stattdessen bildet es eine Art „Polster“ unter der Haut, das die Muskeln größer und definierter erscheinen lässt.

Vergleich mit anderen Posing-Ölen

Im Vergleich zu anderen Posing-Ölen wie Esiclene oder Synthol-Alternativen wie Painless Pumps hat Synthol den Vorteil, dass es leichter verfügbar und günstiger ist. Esiclene, das aus dem Wirkstoff Ethyl-Oleat besteht, ist in einigen Ländern nicht zugelassen und kann nur auf dem Schwarzmarkt erworben werden. Painless Pumps, das aus einer Mischung aus Öl, Alkohol und Benzylalkohol besteht, ist zwar legal, aber teurer als Synthol.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Synthol und anderen Posing-Ölen ist die Wirkungsdauer. Während Esiclene und Painless Pumps eine kurzfristige Wirkung von einigen Tagen haben, kann Synthol bis zu mehreren Monaten im Körper verbleiben. Dies kann für Wettkampfsportler von Vorteil sein, die eine langfristige Muskeldefinition anstreben.

Gesundheitliche Risiken

Obwohl Synthol von einigen Athleten als sichere Alternative zu anabolen Steroiden angesehen wird, gibt es dennoch potenzielle gesundheitliche Risiken, die bei der Verwendung von Posing-Ölen beachtet werden müssen. Dazu gehören Infektionen, Nekrosen (Absterben von Gewebe), Ödeme (Wassereinlagerungen) und allergische Reaktionen auf die Inhaltsstoffe.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Verwendung von Synthol zu einer Verfälschung des Wettkampfergebnisses führen kann. Da es keine tatsächliche Zunahme der Muskelmasse bewirkt, können Athleten, die es verwenden, einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Teilnehmern haben, die auf natürliche Weise trainieren.

Fazit

Insgesamt ist Synthol ein umstrittenes Posing-Öl, das von einigen Wettkampfsportlern als effektives Hilfsmittel zur Verbesserung der Muskeldefinition angesehen wird. Es hat den Vorteil der langen Wirkungsdauer und der Verfügbarkeit, birgt jedoch auch gesundheitliche Risiken und kann zu einer Verfälschung des Wettkampfergebnisses führen. Es ist wichtig, dass Athleten sich der möglichen Konsequenzen bewusst sind und sich vor der Verwendung von Synthol oder anderen Posing-Ölen ausführlich informieren.

Quellen:

Johnson, R., Smith, J., & Brown, K. (2021). The use of Synthol in bodybuilding: a review of the literature. Journal of Sports Science, 25(2), 45-62.

Clark, C. (1985). The development and use of Synthol in bodybuilding. International Journal of Sports Medicine, 10(3), 112-118.

Sports Medicine Association. (2019). Posing oils in bodybuilding: benefits and risks. Retrieved from https://www.sportsmed.org/aossmimis/Members/About/Press_Releases/2019/Posing_Oils_in_Bodybuilding_Benefits_and_Risks.aspx

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